Statement-Reihe
Stellung beziehen, Klartext schreiben – in der Statement-Reihe geben prominente Autoren aus der Kunstszene dem Leser Einblick in das Kaleidoskop der bildenden Kunst. Veröffentlicht wurden zudem Bände zu Fotografie, Architektur und Design. Darüber hinaus will die Statement-Reihe einem anderen Anspruch gerecht werden: der Bewahrung und Sammlung von bislang verstreut publizierten Texten. Band 15, "Gegenwart der Kunst. Interviews (1970 – 1995)" von Jochen Gerz, erschienen 1995, erlaubt es etwa, diesen wichtigen Künstler anhand seiner Selbstzeugnisse kennenzulernen. 1993 eröffnete Hans Platschek (1923 bis 2000) mit dem Band "Fetzen. 109 Aufzeichnungen zur Kunst" die Statement-Reihe.
Scharfsinnig führt der Schriftsteller und Maler Absurditäten und Glücksmomente des Betriebs vor. Uta Brandes wiederum analysiert das Verhältnis zwischen Kunst und Design ("Design ist keine Kunst. Kulturelle und technologische Implikationen der Formgebung", 1998). Einen Schwerpunkt bilden die Texte von Kuratoren. Von Harald Szeemann und Jean-Christophe Ammann über Julian Heynen und Udo Kittelmann bis zu Klaus Biesenbach und Max Hollein – hier melden sich Persönlichkeiten zu Wort, deren Meinung in der Kunstszene Gewicht hat. Nicht zuletzt widmen sich die Statements Kunstsammlern wie Harald Falckenberg, Peter Ludwig und Wilhelm Schürmann. Dass auch Galeristen (Paul Maenz) und Kritiker (Walter Vitt) nicht fehlen dürfen, versteht sich von selbst.